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Dienstag, 17.09.2019

"Wir unterrichten nicht Fächer, wir unterrichten Schülerinnen und Schüler."

Die Sekundarschule Bürglen

Die Sekundarschule Bürglen (Sekundarstufe 1; 7. bis 9. Schuljahr) wird von rund 180 Schülerinnen und Schülern besucht und ist ein Teil der Volksschule im Ort. Bürglen ist mit 3200 Einwohnern ein kleines Dorf im Herzen des Kantons Thurgau. Über 50 Fussballtalente besuchen die in die Sekundarschule integrierte Thurgauer Sport-Tagesschule. Die jungen Sportler stammen aus dem ganzen Kanton und reisen jeweils am Morgen mit der Bahn an, besuchen am Morgen integriert in die Regelklassen den Unterricht, erledigen ihre Hausaufgaben und absolvieren täglich mindestens eine Trainingseinheit. Seit 2005 Jahren trägt diese das Label „Swiss Olympic Partner School“.

Grundstruktur

Die Lerninhalte werden den Tageszeiten angepasst. Am Morgen stehen neben der Muttersprache die Fremdsprachen, Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte und Geografie im Zentrum der schulischen Aktivitäten. Einen wichtigen Teil nimmt dabei das selbstständige, im Idealfall das eigenständige Lernen ein. Am Nachmittag stehen den Schülerinnen und Schülern Kurse im musischen, handwerklichen und sportlichen Bereich zur Auswahl. Durch die vereinbarte Präsenzzeit für Schüler, Schülerinnen und Lehrpersonen wird die Zeit für Kurse rege benutzt.

Die gestaltete Lernumgebung

Die Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges besuchen gemeinsam ihre Lernumgebung. Diese beinhaltet eine Lernlandschaft, einen grossen Gemeinschaftsraum mit persönlichen Arbeitsplätzen und drei Schulzimmer. In diesen Schulzimmern finden Lektionen oder Inputveranstaltungen statt. Sind diese beendet, begeben sich die Schülerinnen und Schüler zurück an ihren persönlichen Arbeitsplatz in der Lernlandschaft. Hier arbeiten sie weitgehend selbstständig an ihren Aufträgen weiter. Da die Lehrpersonen ebenfalls ihren persönlichen Arbeitsplatz in der Lernlandschaft haben, sind sie für die Schülerinnen und Schüler jederzeit für die Beantwortung von Fragen und für die Unterstützung verfügbar. Dieses Zusammenleben erzeugt eine positive gegenseitige Abhängigkeit. Sozialkompetenzen sind Grundlage und Zielsetzung für das gegenseitige Zusammensein in einer Lernlandschaft.

In definierten Zonen finden weitere Aktivitäten statt

Die Schülerinnen und Schüler besuchen aus der Lernlandschaft heraus die unterschiedlichen Niveaugruppen in den Sprachen und in Mathematik. Für die Gruppierung in Niveaus ist die Leistung ausschlaggebend. Diese ist aber nur ein Aspekt der möglichen Gruppenzusammensetzungen. In anderen Bereichen macht eine gemischte Zusammensetzung der Gruppe oder das Gruppieren nach Interesse mehr Sinn.

Die Lernumgebung gibt der Schule die Möglichkeit, ohne grossen Aufwand immer wieder sinnvolle Schülergruppen zu bilden, diese für einen gewissen Zeitraum bestehen zu lassen, um unter neuen Gesichtspunkten andere Gruppen neu zu bilden. Dadurch wird eine hohe Flexibilität möglich.

 

Die Informatik (a) ist in die Lernlandschaft integriert und Bestandteil des Raums und des Unterrichts. Am Korrekturtisch (b) befinden sich sämtliche Lösungsschlüssel zu den verwendeten Lehrmitteln. Das selbstständige Korrigieren ist ein wichtiger Teil des Lernprozesses. In der Leseecke (c) stehen den Schülerinnen und Schülern aktuelle Zeitschriften und Zeitungen zur freien Verfügung. In der naturwissenschaftlichen Ecke (d) sind Experimente aufgebaut, welche von den Schülerinnen und Schülern in einer gewissen Zeit durchgeführt und protokolliert werden müssen.

In der Lernlandschaft herrscht Flüsterkultur (blau markierter Breich). Besprechung und gemeinsames Üben finden außerhalb in der so genannten Sprechzone (orange markierter Bereich) statt. Hier stehen den Schülerinnen und Schülern Stehtische zur Verfügung. Im zentrum der Lernlandschaft befinden sich die Arbeitsplätze der Lehrpersonen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Schule Bürglen. www.schulebuerglen.ch