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Dienstag, 17.09.2019

Partner in der Schweiz

Volksschulgemeinde Bürglen

Die Gemeinde Bürglen ist Heimat von knapp 4.000 Einwohnern und befindet sich inmitten der sonnigen Schweizer Bergwelt im Kanton Thurgau, Landkreis Weinfelden. Die politische Gemeinde Bürglen liegt im Herzen des Kantons Thurgau im Osten der Schweiz und grenzt nördlich an Deutschland und den Bodensee. Die Volksschulgemeinde ist flächendeckend mit der politischen Gemeinde. Die beiden Gemeinden sind allerdings voneinander unabhängige Institutionen. Der Politischen Gemeinde Bürglen gehören neben dem Ort Bürglen selbst auch die Dörfer Istighofen, Leimbach und Opfershofen an.

Im Bildungsbereich ist die Gemeinde Bürglen sehr fortschrittlich und die Volksschulgemeinde bietet sowohl SchülerInnen als auch der Lehrerschaft einen optimalen Standort für Lernen und Lehren. Mit mustergültigen Projekten im Bildungssektor trägt die Gemeinde Bürglen zur modernen und innovativen Entwicklung ihrer Schulen und im Sinne jedes einzelnen Schülers bzw. jeder Schülerin bei. Zu den Standorten der Volksschulgemeinde gehören die Sekundarschule Bürglen, die Thurg. Sport-Tagesschule Bürglen, das Primarschulhaus Schloss Bürglen, das Primarschulhaus Zeltli Bürglen, das Pirmarschulhaus Istighofen, das Primarschulhaus Leimbach, der gemeinsame Kindergarten Istighofen & Leimbach, der Kindergarten Steinhaus Bürglen, der Kindergarten Schlossgasse Bürglen, die Mehrzweckhalle, Bürglen sowie die Doppelturnhalle Bürglen.

Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags des Kantons Thurgau ist die Volksschulgemeinde Bürglen für den Betrieb der Volksschule (2 Jahre Kindergarten, 6 Jahre Grundschule und 3 Jahre Sekundarschule) zuständig. An die Schule Bürglen angegliedert sind zwei Sportschulabteilungen, in denen besonders begabte Fußballer und EinzelsportlerInnen gefördert werden. Die Schülerzahl liegt bei etwa 450 SchülerInnen.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist die Volksschule Bürglen verantwortlich für die strukturelle und pädagogische Entwicklung. Aus dieser Verantwortung heraus hat sich die Volksschule Bürglen und insbesondere die Sekundarschule zu einer Vorzeigeschule entwickelt, die weit über die Landesgrenzen Bekanntheit erlangt hat. Schwerpunkte in dieser Entwicklung ist die Förderung von SchülerInnen in ihrer Selbstständigkeit im eigenen Lernen. Aus diesem Grundsatz entstanden 2005 die ersten Lernlandschaften, in denen 60 SchülerInnen von vier Lehrpersonen in ihrem Lernen begleitet werden. Das Motto heißt: "Wir unterrichten nicht Fächer, wir unterrichten Schülerinnen und Schüler."

DIe Volksschulgemeinde Bürglen ist im Rahmen des Projekts verantwortlich für die Umsetzung der in der Schweiz stattfindenden Projektaktivitäten sowie die administrative Abwicklung des Projekts auf der schweizerischen Seite. Auf inhaltlicher Ebene arbeitet sie in allen, den Schulträger betreffenden, Fragestellungen des Projekts mit. Dies beinhaltet auch die Kooperation und den Erfahrungsaustausch mit dem Schulträger Stadt Osterholz-Scharmbeck.

 

Sekundarschule Bürglen 

Videoclip der Sekundarschule

"Wir unterrichten nicht Fächer, wir unterrichten Schülerinnen und Schüler!"

Aus diesem Grund haben alle Schüllerinnen und Schüler ihren ganz persönlichen Arbeitsplatz an der Schule. Dieser befindet sich in einer Lernlandschaft, welche sich die Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangstufe, einem sogenannten Jahrgangsteam, teilen. Ein Jahrgangsteam besteht aus rund 55-60 SchülerInnen und diese werden durch vier Lehrpersonen betreut, unterrichtet und begleitet. In den Fächern Mathematik, Englisch und Französisch werden drei Niveaugruppen angeboten. Diese haben die Bezeichnungen g für Grundanforderungen, m für mittlere und e für erhöhte Anforderungen.

Mit dieser Organisation erfüllt die Sekundarschule die Vorgaben des Kantons Thurgau, welcher in Mathematik und mindestens einer Fremdsprache zwei Niveaus verlangt.

Die Sekundarschule Bürglen ist Teil der Volksschulgemeinde Bürglen und öffentlich. Sie liegt auf einer Anhöhe im Südosten des kleinen Dorfes im Herzen des Kantons Thurgau.

Die Sekundarschule Bürglen (Sekundarstufe 1; 7. bis 9. Schuljahr) wird von rund 180 SchülerInnen besucht und ist ein Teil der Volksschule im Ort. Bürglen ist mit 3.200 Einwohnern ein kleines Dorf im Herzen des Kantons Thurgau. Über 50 Fußballtalente besuchen die in die Sekundarschule integrierte Thurgauer Sport-Tagesschule. Die jungen Sportler stammen aus dem ganzen Kanton und reisen jeweils am Morgen mit der Bahn an, besuchen am Vormittag integriert in die Regelklassen den Unterricht, erledigen ihre Hausaufgaben und absolvieren täglich mindestens eine Trainingseinheit. Seit 2005 trägt die Schule das Label "Swiss Olympic Partner School".

Grundlage des Schulbetriebs sind die Lerninhalte, die den Tageszeiten angepasst werden. Am Morgen stehen neben der Muttersprache die Fremdsprachen, Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte und Geografie im Zentrum der schulischen Aktivitäten. Einen wichtigen Teil nimmt dabei das selbstständige, im Idealfall das eigenständige Lernen ein. Am Nachmittag stehen den SchülerInnen Kurse im musischen, handwerklichen und sportlichen Bereich zur Auswahl. Durch die vereinbarte Präsenzzeit für SchülerInnen und Lehrpersonen wird die Zeit für Kurse rege genutzt.

Grundstruktur ist, dass SchülerInnen eines Jahrgangs gemeinsam ihre Lernumgebung besuchen. Diese beinhaltet eine Lernlandschaft, einen großen Gemeinschaftsraum mit persönlichen Arbeitsplätzen und drei Schulzimmern. In Schulzimmern finden Lektionen oder Inputveranstaltungen statt, an deren Anschluss sich die SchülerInnen an ihren persönlichen Platz in der Lernlandschaft begeben und selbstständig weiterarbeiten. Das Lehrpersonal hat ebenfalls persönliche Plätze in der LL und steht jederzeit zur Verfügung.

Die Sekundarschule Bürglen wird sich als Projektpartner an den projektbezogenen Aktivitäten beteiligen. Treffen zwischen den deutschen und schweizerischen Lehrern, Verantwortlichen, Schulämtern und Projektleitern tragen zum konstruktiven Austausch der Schul- und Lernkonzepte bei und vermitteln dem jeweiligen anderen Projektpartner einen umfassenden Überblick über die Strukturen und Abläufe, über Lern- und Lehrvoraussetzungen und bieten die Möglichkeit, Anregungen zu erhalten sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu besprechen. Dabei ist auszuloten, welche Prozesse zu optimieren bzw. noch anpassungsfähig sind. Die in der Schweiz gemachten Erfahrungen sollen auf die örtliche Situation hin angepasst und im Lernhaus im Campus in Osterholz-Scharmbeck umgesetzt werden. Diesen Prozess will die Sekundarschule Bürglen über die eigene Institution hinweg öffnen und als Lernort für eine auf dem Selbstlernen der SchülerInnen basierende Pädagogik auch Lehrern anderer Schulen in und außerhalb der Region anbieten. Die Sekundarschule Bürglen unterstützt diesen Prozess, damit aus den fragmentarischen Kontakten aus der Vergangenheit eine wirksame und systematische Unterstützung des Umstrukturierungsprozesses wird. Vom Austausch mit der deutschen Schule verspricht sich der Projektpartner die Möglichkeit zur reflektion der eigenen Schulentwicklung und damit eine weitere Optimierung des Lernlandschaften-Konzepts. Insbesondere die an der deutschen Schule vorliegenden Erfahrungen im Einsatz von IKT-Medien sollen zur weiteren Verbesserung der Unterrichtspraxis herangezogen werden.

 

schulentwicklung.ch GmbH, Winterthur

Das Beratungsinstitut schulentwicklung.ch arbeitet seit vielen Jahren im Praxisfeld der kooperativen Schul- und Unterrichtsentwicklung. Es unterstützt Schulleitungen und Teams bei der Entwicklung und Qualitätssicherung der Zusammenarbeit und des Unterrichts. Die Mitglieder des Beratungsteams bringen breite Erfahrungen aus der Führungspraxis, Beratung, schulinternen Weiterbildung und aus Pionier-Schulentwicklungsprojekten mit. Dieses Wissen wird in Schulen auf ihrem Weg zum erhöhten Umgang mit Heterogenität zur Verfügung gestellt. Die Weiterbildungsmodule sind handlungsorientierte Methodentrainings, in denen die Lehrpersonen Methoden und Lernformen konkret erleben und kennenlernen. Bisher haben circa 800 Schulen, in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Südtirol / Italien mit schulentwicklung.ch zusammengearbeitet. Aktuell im Angebot is der IQES-Grundkurs "Eigenverantwortliches Lernen und schüleraktivierender Unterricht".

Schulen, die ihre Zusammenarbeit Ressourcen schonend voranbringen möchten, können vom umfassenden Schulentwicklungs-Knowhow enorm profitieren. Das Büro für Schulentwicklung und Evaluation gehört zu den Vorreitern in Bezug auf Schulentwicklung und vereinigt in seinem Beratungsteam Fachpersonal, welches Schulen in einem breiten Themenfeld wirksam berät und weiterbildet.

Der schweizerische Partner „schulentwicklung.ch“ unterstützt das Projekt durch die Konzipierung von Fortbildungsinhalten, die sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland umgesetzt werden. Er unterstützt die Partner in der inhaltlichen Weiterbildungsplanung und deren Umsetzung im Rahmen dieses Projekts. Dabei geht es schwerpunktmäßig um die Themenfelder kooperatives Lernen, die Entwicklung allgemeiner Kompetenzen (Lernen lehren, soziale Kompetenzen) und die Qualitätssicherung bei der Einführung innovativer Konzeptein der Schule. Dazu kann der Partner auf einen breiten Fundus an Material und Erfahrungen zurückgreifen.

 

Amt für Volksschule Thurgau

In den Zuständigkeitsbereich des Amtes für Volksschule (AV) im Kanton Thurgau fallen die Aufsicht über die Volksschule, die Sonder- und die Privatschulen, externe Evaluation der Schulen, Planung, Koordination und Begleitung von Schulentwicklungsprojekten, Beratung der Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden, Abklärungen bei besonderem Förderbedarf, die Ausrichtung der staatlichen Beitragsleistungen an die Schulträger, Finanzcontrolling und Finanzberatung. Die Volksschule Thurgau umfasst die Kindergärten, die Primarschulen und die Sekundarschulen in den 92 Schulgemeinden des Kantons.

Im Rahmen des Projekts beschäftigt sich das Amt gemeinsam mit dem deutschen Partner InfoMentor mit dem Thema des Informations- und Kommunikationsmanagements. Das Amt für Volksschule führt an drei ausgewählten Schulen des Kantons, darunter der Sekundarschule Bürglen als Modellversuch die Einführung des InfoMentor Systems durch. In diesem Kontext arbeitet die Einrichtung auch im Projekt mit. Die aus der Evaluierung der Nutzung dieses Informations- und Kommunikationsmanagementsystems gewonnenen Erfahrungen werden aufbereitet und in die transnationale Partnerschaft eingebracht.