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Dienstag, 17.09.2019

Partner in Deutschland

Stadt Osterholz-Scharmbeck

Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags ist die Stadt Osterholz-Scharmbeck als Schulträger zuständig für den Bau und den Unterhalt von Grundschulen und Sekundarschulen (bis Jahrgang 10). In der Stadt gibt es in städtischer Trägerschaft 10 Grundschulen, eine Haupt- und Realschule (bereits zur Oberschule zusammengelegt) und eine Integrierte Gesamtschule (IGS), die auch die Sekundarstufe 2 mit einschließt. Die Schülerzahl der städtischen Schulen liegt bei etwa 3.500 Lernenden. Weitere Schulen werden vom Landkreis auf dem Territorium der Kommune unterhalten.

Aktueller Schwerpunkt der Entwicklung der städtischen Schulen ist der Aufbau eines Campus als Ort für lebenslanges Lernen. Im Zentrum steht dabei das "Lernhaus im Campus", das seit dem Schuljahresbeginn 2010 / 2011 mit einem neuen Konzept reorganisiert wird. Kern dieses Konzepts, welches sich auch in einem Schulneubau widerspiegeln wird, ist das Lernen in sogenannten Lernlandschaften. Diese ersetzen bislang übliche Klassenverbände. In der Schweizer Partnerkommune Bürglen wird dieses innovative Konzept bereits seit Jahren sehr erfolgreich angewandt. Der Erfahrungsaustausch, die Fortbildung von Lehrern, Schulleitungen und Mitarbeitern des Schulträgers im Umgang mit diesem Konzept stehen beim Projekt im Vordergrund. Somit trifft dieses Comenius-Regio Projekt auf einen unmittelbaren Handlungsbedarf der Stadt Osterholz-Scharmbeck.

Die Stadt Osterholz-Scharmbeck übernimmt im Rahmen der Projektpartnerschaft die Rolle der Projektkoordination und ist verantwortlich für die Umsetzung der Projektaktivitäten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit werden dabei administrative sowie inhaltliche Aufgaben und die Berichterstattung sein. Auf administrativer Ebene ist die Stadt Osterholz-Scharmbeck verantwortlich für das Einhalten des Projektzeitplans sowie für die Moderation der Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner und das Reporting. Auf inhaltlicher Ebene arbeitet die Stadt in allen den Schulträger betreffenden Fragestellungen des Projekt mit.

Die IT-Abteilung der Stadt ist zudem durch technische Unterstützung und Anweisung mit dem Projekt verbunden.

Eine Aufgabe der Stadt liegt darin, Grundschulen und untere Sekundarstufen zu errichten und zu unterhalten. In diesem Rahmen hat Osterholz-Scharmbeck eine neue Schulform entwickelt, die Lehrinhalte für Kinder und Jugendliche anbietet, die konventionellerweise in unterschiedlichen Schulformen (Haupt- und Realschule) unterrichtet wurden. Diese neue Schulform funktioniert ohne Klassenräume und basiert auf den Grundsätzen selbstverantwortlichen Lernens in den Lernlandschaften.

Eingebettet wird die neue Schule in das wegweisende Projekt "Campus", das lebenslanges Lernen für alle Generationen anbietet. Kern des Campus´ wird ein Multimediazentrum sein, das Inhalte und Dienste für alle Lernenden bereitstellt. Im Themenbereich `IT-gestütztes und selbstverantwortliches Lernen` ist die Stadt Osterholz-Scharmbeck mit verschiedenen Schulen und Schulverwaltungen sowohl in Deutschland, als auch in anderen europäischen Ländern verbunden.

 


 Oberschule "Lernhaus im Campus"

Das "Lernhaus im Campus", ehemals Haupt- und Realschule OHZ befindet sich nach der Zusammenlegung  beider Schulzweige im Umstrukturierungsprozess von einer klassischen, auf Klassenverbänden und Fachlehrerprinzip basierenden, Schule hin zu einer neuen Schule, die konsequent auf selbstständiges Lernen der Schüler setzt und nach einem völlig veränderten Organisationsmodell mit einem neuen pädagogischen Konzept arbeitet. Dieser einmütig von der Kommunalpolitik, den Eltern und dem Schulträger getragene Ansatz wurde mit Beginn des Schuljahres 2010 / 2011 mit einer Jahrgangsgruppe 5 in die Praxis umgesetzt und seit dem Schuljahresstart 2011 / 2012 wurde das Konzept bereits auf den Folgejahrgang ausgeweitet. Mittlerweile lernen auch die Schüler und Schülerinnen des 7. Jahrgangs in Lernlandschaften. Alle SchülerInnen einer Altersgruppe werden zusammen in einer solchen Lernlandschaft unterrichtet, die sich aus verschiedenen offenen Lernflächen für Einzelne oder Gruppen von Lernenden konstituiert.

Der Unterricht mit dem veränderten Raumkonzept wird provisorisch in einer alten Schule durchgeführt, in der durch Zusammenlegung von Klassenräumen die räumliche Voraussetzung einer solchen Lernlandschaft nebst Inputräumen geschaffen wurden. Mittlerweile ist die alte Haupt-und Realschule OHZ abgerissen und die Baumaßnahmen für das neue, um das Konzept der Lernandschaften herum gebaute und danach gestaltete Schulgebäude, sind in vollem Gange. Mit Nachdruck wird an der Errichtung des Gebäudes Oberschule "Lernhaus im Campus", das eine Ganztagsschule ist, gearbeitet, damit die Lernenden der Einrichtung bald ihr neues Domizil beziehen können.

Das zu Grunde liegende Schulmodell ist in einigen Ländern, wie Island oder der Schweiz, bereits in der Praxis realisiert und erprobt worden. Ein Besuch der am Projekt beteiligten Schweizer Schule in Bürglen war letzendlich maßgeblich für die Entscheidung, einen radikal neuen Weg mit der neuen Schule zu beschreiten.

Im „Lernhaus im Campus“ werden im Projektzeitraum zunächst bereits vorhandene Instrumente genutzt und unter Prüfung verschiedener Systeme, darunter das Informations- und Kommunikationsmanagementsystem InfoMentor, eigene Anforderungen an entsprechende Tools definiert.

 


EIFI - Europäisches Institut für Innovation e.V.

Das "Europäische Institut für Innovation e.V." ist ein im Jahr 2009 neu gegründeter, gemeinnütziger Verein. Zwecke des Vereins sind u.a. die Förderung von Kreativität in Bildung und Erziehung, um die Allgemeinheit und die öffentliche Hand durch Erhöhung des Bildungs- und Ausbildungsstandes beim Wandel in eine Wissengesellschaft zu unterstützen.  Ebenfalls Ziele sind die Förderung der Innovationskraft von Regionen, um eine Stärkung der Wissensgesellschaft zu erlangen sowie die Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit zur Unterstützung des Gendankens eines gemeinsamen Europas auf allen Ebenen.

Zur Umsetzung seiner Ziele fürht der Verein u.a. Informationsveranstaltungen im Rahmen des Unterrichts in öffentlichen Bildungseinrichtungen, Öffentlichkeits und Medienarbeit zur Weckung und Förderung des Interesses und der Bereitschaft für Kreativität und Innovation in Politik, Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen durch. Er unterstützt und begleitet Projekte zu innovationsrelevanten Schlüsselthemen, wie Informations- und Kommunikationstechnologie, Erneuerbaren Energien, soziales Management und europäischer Zusammenarbeit. Neben Privatpersonen und Unternehmen gehören die Stadt Osterholz-Scharmbeck und die Jade Hochschule Oldenburg zu den Mitgliedern des Vereins.

Der Projektpartner „Europäisches Institut für Innovation (EIFI) e.V.“ wird auf der deutschen Seite die erforderlichen Fortbildungsveranstaltungen organisieren und gemeinsam mit dem „Archiv der Zukunft – Netzwerk e.V.“ die Arbeitsergebnisse des Projekts durch öffentliche Veranstaltungen, einen Internetauftritt, WEB-Videos, Broschüren, Workshops etc. verbreiten und alle Projektaktivitäten eng begleiten.

 


 InfoMentor

Mentor ist ein ursprünglich isländisches Unternehmen im Bereich Informations- und Lernwegmanagement für Schulen mit Fokus auf dem individuellen Lernen. Das Hauptptodukt "InfoMentor" wurde während der letzten 20 Jahre in enger Zusammenarbeit mit Schulen entwickelt. 2007 fusionierte Mentor mit der schwedischenFirma P.O.D.B.. 2011 wurde eine Kooperation mit dem britischen Unternehmen WebBased aufgenommen. Zum Sommer 2011 gründete Mentor eine Niederlassung inHannover in Deutschland. Mentor ist zur Zeit operativ in vier Ländern tätig und beschäftigt 42 Personen. Die MitarbeiterInnen von Mentor haben ein tiefgriefendes Verständnis von Bildung und dem Schulwesen. InfoMentor ist im Einsatz in über 900 Schulen in Schweden und Island, in pilotschulen in Großbritannien, in der Schweiz und Deutschland.

Mentor stellt Wissen, Service und Lösungen für eine fortlaufende Schulentwicklung zur Verfügung. Dies wird durch die Entwicklung und das Angebot einer vollständigen IT-Lösung für Schulen zusammen mit Kursen und Beratung in Change Management mit Fokus auf den sprachregionalen Lehrplan erreicht. Die Kunden sind Schulen und Gemeinden. Das Produkt InfoMentor richtet sich an die Bedürfnisse der verschiedenen Akteure. Es handelt sich um eine einfach zu benutzende Lösung für Lehrpersonen, Schulleitungen, SchülerInnen, Eltern und Schulbehörden, um die Qualität und Effizienz von Lernprozessen und des Schulmanagements zu erhöhen. Es unterstützt gemeinschaftliches, individualisiertes Lernen mit Hilfsmitteln wie Lernwegsmanagement, Lernschritten, Blogs, Foren und Wikis u.a.. InfoMentor wendet sich an alle Beteiligten im Bildungsprozess. Es hilft den Lehrpersonen produktiver zu sein, indem sie einMaximum an Zeit mit der zentralen Arbeit an ihrem Unterricht un dein Minimum mit IT verbringen. InfoMentor spart Zeit und Aufwand beim Planen und Ausführen von Lernprozessen und auch bei der Kommunikation mit SchülerInnen und Eltern. Es hilft, die individuellen Lernfortschritte der SchülerInnen im Rahmen ihrer persönlichen Ziele und der Bildungsziele des Landes zu überwachen. Es unterstützt die SchülerInnen täglich und das ganze Schuljahr hindurch in ihrem Lernprozess. Die Qualität und Quantität der Kommunikation mit den Eltern wird gesteigert (Fortschritte, der SchülerInnen, Elternabende, Arbeitsaufträge, allgemeine Mitteilungen...).

InfoMentor unterstützt das Projekt durch Stellung von referenten für Fortbildungsveranstaltungen und die Schulung sogenannter Power User (schulinterne Multiplikatoren) für die beteiligten Schulen in Deutschland und der Schweiz. Darüber hinaus stellt das Unternehmen dem "Lernhaus im Campus" OHZ Beratungsleistungen un deine Testversion seines Systems zur Verfügung. Gemeinsam mit dem „Amt für Volksschule Thurgau“ beschäftigt sich InfoMentor im Projekt ebenfalls mit dem Thema des Informations- und Kommunikationsmanagements, wobei an der Sekundarschule Bürglen das InfoMentor-System implementiert wird.

 


 Archiv der Zukunft - Netzwerk e.V.

Das Archiv der Zukunft - Netzwerk (AdZ) wurde am 15. Juni 2007 in Hamburg gegründet. Das Ziel des AdZ ist es, die Intelligenz der pädagogischen Praxis zu stärken. Die Vereinsgründung ist eine Antwort auf die spätestens seit den Pisa-Studien bekannten, großen Mängel im deutschen Bildungswesen. Die Gründer sind der Überzeugung, dass diese Mängel nicht allein durch staatliches Handeln behoben werden können. Sie sind davon überzeugt, dass in den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ein Empowerment ansteht, also der Übergang von einer bürokratisch geführten und hierarchisch strukturierten hin zu einer sich stärker selbst organisierenden, lernenden Organisation. Dieser Übergang wird nur durch Anstrengungen bei der Selbstqualifizierung der Pädagogen möglich sein. Deswegen fördert der Verein die Intelligenz der pädagogischen Praxis in Schulen, KiTas und verwandten Einrichtungen.

Die Gründer rekrutieren sich vorrangig aus gelungenen Schulen, KiTas und Projekten der außerschulischen Bildung, die mit ihrer Pädagogik Erfolge erreicht un damit öffentliche Aufmerksamkeit erregt haben. Daraus hat sich eine Nachfrage nach diesen Beispielen gelungenen Lernens ergeben. Aktivitäten, die zu ihrer Erfüllung entstanden sind, sollen im Verein zielgerichteter vorangetrieben werden. Im Archiv der Zukunft - Netzwerk werden die nachgefragten Erfahrungen weitergegeben und das Sammeln neuer Erfahrungen wird organisiert und mit der Verbreitung des so gewonnenen Wissens die Wirksamkeit des Lernens und die Kultivierung der Bildungs zu steigern. Es ist das Ziel der Gründer, im Archiv der Zukunft - Netzwerk nicht unter sich zu bleiben. Der Austausch und das Lernen mit möglichst vielen Akteuren sollen das Netzwerk verdichten und ausweiten.

Vor diesem Hintergrund schließen sich die Vereinsmitglieder mit dem Ziel zusammen, über die Bildungsangebote und den Austausch im Netzwerk die pädagogischen Kompetenzen der Akteure zu verbessern. Es sind vor allem die Akteure vor Ort, die durch ihre Kompetenz und mit entsprechenden Handlungsspielräumen, den Unterricht, das Lernklima und die Ergebnisse in staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen verbessern. Zu diesem Zweck sammelt das Archiv der Zukunft - Netzwerk Beispiele gelungenen Lernens, sie analysieren und verbreiten. Zum Handlungsfeld gehören vornehmlich Schulen und Kindergärten. Aber auch außerschulische Bildungsprojekte sowie verwandte Bildungsfelder werden in das Netzwerk einbezogen. Diese Beispiele werden vorwiegend in Deutschland, aber auch in anderen Ländern gesucht. Das Archiv der Zukunft - Netzwerk transformiert die bisher noch vereinzelten Erfahrungen und Aktivitäten ihrer Mitglieder in organisiertes Handeln.

Die Mitglieder des Vereins sind zugleich Subjekte dieser Arbeit des Sammelns, Analysierens und Verbreitens sowie deren erste Adressaten. Die Vereinsaktivitäten zielen darauf, dieses Wissen weit zu streuen. Das Bildungsangebot richtet sich in erster Linie an professionelle Pädagogen (Lehrer, Schulleiter, Erzieher) und im weiteren auch an Akteure wie Eltern, Schüler sowie mit Bildungsfragen befasste BürgerInnen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Vereinszweck wird insbesondere durch Bildungsangebote in Form von Aktivitäten und Medien realisiert, wie Veranstaltungen (z.B. Tagungen / Kongresse, Symposien, Workshops, Fort- und Weiterbildungen zu Fragen von Lernen, Bildung und Erziehung), Publikationen (z.B. Website, Newsletter, Bücher, audiovisuelle Medienbeiträge mit Projektbeschreibungen, Erfahrungsberichten, Interviews, Portraits, wissenschaftliche Arbeiten u.a.), die Koordination eines Netzwerks (z.B. Bereitstellung von Online-Diskussionsforen, Pflege einer Datenbank mit Terminen, Projektbeschreibungen, Kontaktdaten).

Als Projektpartner unterstützt das Archiv der Zukunft - Netzwerk die Verbreitung der Ergebnisse des Projekts über seine Medien und Informationskanäle. Es dient dem Projekt und seinen Partnern als Forum für den Austausch der gemachten Erfahrungen mit anderen Praktikern aus dem Bereich innovativer Bildung und schafft über das Netzwerk Unterstützung von im Projekt geplanten Fortbildungsveranstaltungen und Workshops.